Die 22-Jährige plädierte in Fort Hood in sieben Punkten auf schuldig; im Gegenzug drohen ihr nun höchstens elf Jahre Haft, wahrscheinlich weniger.
Der Auftritt der Schulabbrecherin war derart konfus, dass der Vorsitzende Richter Oberst James Pohl das Eingeständnis erst nach langem Zögern akzeptierte. Pohl schien daran zu zweifeln, dass sich die Soldatin der Unrechtmäßigkeit ihrer Taten bewusst war. Die Verteidigung wird vermutlich die eingeschränkten geistigen Kapazitäten Englands als mildernden Umstand anführen.
England muss sich unter anderem vor Gericht verantworten, weil sie in Abu Gharib mit misshandelten Gefangenen posierte. Die Bilder erschütterten vor einem Jahr die Welt.
Insgesamt wurden wegen der Folter in Abu Gharib bisher sechs Soldaten zu Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren verurteilt.
Unterdessen verlor die US-Armee im Irak zwei Kampfflugzeuge. Die Maschinen vom Typ F/A-18 seien am Montagabend offenbar in der Luft kollidiert, teilte ein Armeesprecher gestern mit. Einer der Piloten sei tot aufgefunden worden, der zweite wird vermisst. Bei einem Gefecht nahe der syrischen Grenze töteten US-geführte multinationale Truppen nach Armeeangaben zwölf Aufständische. In Bagdad erschossen Unbekannte einen hohen Regierungsbeamten. Bei Kämpfen mit Rebellen wurden 15 Menschen getötet.
Gut ein Vierteljahr nach der Wahl ist gestern in Bagdad die neue Regierung vor der Nationalversammlung vereidigt worden. Als Erster legte Ministerpräsident Ibrahim al-Dschafari den Amtseid ab. (AFP/mhs)