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| 01:27 Uhr

Restrisiko im Revier

Hoyerswerda. . Die Ursache für den großflächigen Grundbruch im Oktober im Sanierungsgebiet Spreetal ist aufgeklärt. Das teilten Sanierer und sächsisches Oberbergamt am Dienstag mit. Von Simone Wendler

Ein im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) tätiger Gutachter nannte das Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Umstände als Auslöser für die Bewegung von 110 Hektar Kippengelände am Bergener See. Erdmassen aus dem Sanierungsbergbau waren auf einer Fläche zwischengelagert worden, die durch lang anhaltenden Regen völlig durchweicht war. Das habe die Bodenstabilität verringert und das Unglück ausgelöst, so Gutachter Michael Dennhardt.

Als Konsequenz aus dem Gutachten sollen bis Ende März die derzeit vorsichtshalber gesperrten 33 000 Hektar Innenkippenflächen einer erneuten Stabilitätsbewertung unterzogen werden. Das kündigte LMBV-Geschäftsführer Mahmut Kuyumcu an. "Danach wissen wir, wo weitere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind."

In Zukunft werde es weiterhin Nutzungseinschränkungen für sanierte Kippenböden geben, beispielsweise bei der möglichen Belastung durch Fahrzeuge, sagte Ku-yumcu. "Das Sanierungskonzept der LMBV insgesamt wird jedoch nicht infrage gestellt", versicherte er. Auch das Lausitzer Seenland, an das große Hoffnungen für einen touristischen Aufschwung der Region geknüpft werden, ist nach Aussagen Kuyumcus nicht gefährdet. Den Land- und Forstwirten, die durch den Grundbruch geschädigt wurden, oder ihre gesperrten Grundstücke nicht nutzen könnten, sagte der LMBV-Chef schnelle und unbürokratische Hilfe zu.

Eig. Ber./sim Seiten 2 & 3