Als der Rentner am Donnerstagmorgen von der Kirchallee auf den an Markttagen für den öffentlichen Verkehr gesperrten Markt einbiegt, ist der Wagen nicht mehr zu stoppen.

Auf seinem Weg quer über den Markt walzt er einen Blumenstand komplett nieder und rammt weitere vier Händlerstände. Tische, Schirme, Ständer, Konserven und Textilien fliegen durch die Luft. Einer der Schwerverletzten wird von der Motorhaube in ein Rosenbeet geschleudert. Eine 71-jährige Kundin muss gleichfalls schwerverletzt vom Kopfsteinpflaster der Marktausfahrt gerettet werden. Mit leichten Verletzungen kommen auch der Unfallfahrer und seine 79-jährige Frau als Beifahrerin ins Krankenhaus.

Die Polizei bestätigt, dass der Rentner die Gewalt über sein Automatik-Fahrzeug verloren hat. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt hat", sagt Polizeisprecher Ralph Meier. Die polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache dauern indes noch an.

15 Kameraden der Feuerwehr Großräschen-Nord waren damit beschäftigt, das kunterbunte Schlachtfeld aus Filzpantoffeln, Gurkengläsern, Birnen und Unterhosen zu beseitigen. An der Schadensermittlung wird noch gearbeitet. Es gibt Händler, die fast ihre komplette Waren-Ladung eingebüßt haben. Beim Unfall kurz nach 9 Uhr hat auf dem Markt bei trübem Wetter noch kein Hochbetrieb geherrscht.