Noch ist das eine unverbindliche Schätzung, die niemand beschwören will. Schon gar nicht die Spitze der Rentenversicherung. Doch die Richtung dürfte stimmen. Den Rentnern winkt 2014 eine spürbare Erhöhung. Es geht um ein Plus von bis zu 2,5 Prozent. Für einen Durchschnittsrentner im Osten wären das etwa 30 Euro mehr, im Westen etwa 24 Euro. Auch wenn das Plus im Westen geringer ausfällt, dürfte es für Freude sorgen. Jahrelang hatten die Rentner kleine Brötchen backen müssen: Mini-Erhöhungen unter der Inflationsrate, in den vergangenen zehn Jahren vier Nullrunden. In den Anpassungssätzen spiegelt sich grundsätzlich die Entwicklung der Einkommen wider. Die wird, in komplizierten Rechenschritten, für Ost und West getrennt ermittelt. Der endgültige und verbindliche Wert wird im Frühjahr vorliegen.

Ein positiver Nebeneffekt der voraussichtlich abermals gespaltenen Rentenerhöhung ist, dass die Ostrenten gegenüber den Westrenten weiter aufholen. Denn auch ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall klafft eine Lücke. Kommendes Jahr könnte das Ost-Renten-Niveau voraussichtlich mehr als 92 Prozent des Westniveaus erreichen. 2012 lag es noch bei 88,8 Prozent.

Ein Zankapfel ist und bleibt der Beitragssatz: Die Arbeitgeber pochen auf die zum Jahreswechsel rechnerisch mögliche Senkung von 18,9 auf 18,3 Prozent. Kommentar & Hintergrund Seite 2