Bei dem Bombardement waren nach Erkenntnissen der Bundeswehr 91 Menschen getötet und elf verletzt worden. Wie viele Zivilisten darunter waren, ist bis heute unklar.

Die Kundus-Affäre kostete einen Minister, einen Staatssekretär und den Generalinspekteur den Job.

Initiativen fordern mehr Demokratie

Mehrere außerparlamentarische Initiativen haben die Bundesregierung in Berlin aufgefordert, Reformen für mehr Demokratie auf den Weg zu bringen. In einem gemeinsamen Aufruf von Attac, LobbyControl und „Mehr Demokratie“ stellten sich die Organisationen am Donnerstag ausdrücklich hinter die Forderungen der Occupy-Bewegung nach Bankenkontrolle und direkter Demokratie. „Die Bürgerinnen und Bürger gehen vollkommen zu Recht auf die Straße, denn diese Regierung repräsentiert nicht ihre Interessen und betreibt Entdemokratisierung“, sagte Mike Nagler von Attac.

Proteste gegen Islamisten in Tunesien

Fünf Tagen nach den ersten freien Wahlen in Tunesien haben in der ehemaligen Revolutionshochburg Sidi Bouzid 2000 Menschen gegen die islamistische Bewegung Ennahdha demonstriert. Die Partei des konservativen Politikers Rachid Ghannouchi gilt als großer Sieger der Abstimmung am vergangenen Sonntag. Die Proteste in Sidi Bouzid erregten besondere Aufmerksamkeit, weil die Stadt als Ursprungsort des Arabischen Frühlings gilt.

Religiöse Führer rufen in Assisi zu Frieden auf

. Religiöse Führer aus aller Welt sind am Donnerstag gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. in die italienische Stadt Assisi gepilgert, um einen Friedensappell auszusprechen. Glaube dürfe niemals als Vorwand für Krieg missbraucht werden, erklärten buddhistische Mönche, muslimische Imame, orthodoxe Patriarchen und afrikanische Yoruba-Führer. Anlass der Veranstaltung mit etwa 300 Teilnehmern war der 25. Jahrestag des ersten interkonfessionellen Assisi-Treffens, das Papst Johannes Paul II. 1986 initiierte.

Militärstützpunkt in Kandahar überfallen

Aufständische haben am Donnerstag in der südafghanischen Stadt Kandahar einen von den USA betriebenen Stützpunkt angegriffen. Mindestens drei Aufständische hätten ein Büro vor dem Stützpunkt überfallen und das Feuer eröffnet, sagte der Polizeichef der Provinz, Abdul Rassak. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, zwei der Angreifer seien getötet worden. In dem Stützpunkt sind Nato-Soldaten und ein ziviles Wiederaufbauteam untergebracht.