In der Silvesternacht hat es in Brandenburg einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Autofahrer war nach Angaben der Polizei in Altdöbern (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) aus ungeklärten Gründen ins Schleudern gekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 46-Jährige war allein unterwegs und starb noch an der Unfallstelle. Landesweit hatten Polizei und Feuerwehr zwar viel zu tun - sie sprachen jedoch von einem eher ruhigen Jahreswechsel.

Mehr als 700 Einsätze registrierte die Polizei landesweit vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen (6.00 Uhr) „Es war etwas ruhiger als in den Vorjahren“, sagte eine Polizeisprecherin in Potsdam am Dienstag. Diesen Eindruck bestätigte ein Feuerwehrsprecher der Regionalstelle Nordost. „Im Großen und Ganzen war es ein ruhiges Silvester“, so sein Kollege der Regionalstelle Brandenburg/Havel.

Eine 57-Jährige aus Potsdam erlebte die Nacht allerdings anders: Sie kann ihre Wohnung vorerst nicht bewohnen, weil der Balkon in Brand geraten war - vermutlich durch einen Feuerwerkskörper. Durch die Hitze wurden auch die Fenster beschädigt, die Frau blieb aber unverletzt. Weniger Glück hatte ein Mann Schwedt (Uckermark): Als er einen Böller von seinem Balkon entfernen wollte, explodierte dieser in seiner Hand. Dabei wurde ein Finger der rechten Hand verletzt.

In der Prignitz musste die Feuerwehr einen Brand bei einer Party in Karstädt löschen. Während die Gäste auf der Straße das neue Jahr willkommen hießen, flog offensichtlich ein Feuerwerkskörper durch eine Glasscheibe in den Partyraum, berichtete die Polizei am Dienstag.

Passanten in Potsdam erlitten leichte Verletzungen im Gesicht und an den Beinen, als beim Silvesterfeuerwerk eine Tüte mit Knallern explodierte. Die Ursache dafür war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. Der Besitzer sei vor Eintreffen der Beamten geflüchtet. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

In Fürstenwalde (Oder-Spree) wurde eine junge Frau verletzt, als ihr ein Mann einen Blitzknaller vor die Füße warf. Zwei junge Männer erlitten ein Knalltrauma bei einem ähnlichen Vorfall, teilte die Polizei mit. Sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Landesweit gab es Dutzende Brände, die auf Feuerwerkskörper zurückzuführen sind - meist unabsichtlich. In Storkow (Oder-Spree) warf jedoch ein Unbekannter einen Böller in eine Papiertonne und löste damit einen größeren Feuerwehreinsatz aus: Die Tonne geriet in Brand und die Flammen griffen auf eine Garage über. Auch ein Schuppen auf dem Nachbargrundstück wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Wie jedes Jahr wurden zudem wieder zahlreiche Briefkästen landesweit beschädigt. „Die ganzen Sachbeschädigungen werden jetzt nach und nach erfasst“, so eine Polizeisprecherin. Ein glimpfliches Ende nahm der Diebstahl eines Feuerwehrautos in Angermünde (Uckermark) aus dem Depot: Ein Spaziergänger fand den Kleinbus der Einsatzleitung sechs Kilometer vom Tatort entfernt.