"Der 20. Juli erinnert uns an jene Soldaten, die nicht nur Befehl und Gehorsam kannten, sondern letztlich ihrem Gewissen den Vorrang gaben", sagte er bei dem Gelöbnis. Die Widerstandskämpfer hätten daraus Konsequenzen gezogen und Verantwortung übernommen. "Ihr Versuch, Hitlers Regime zu beenden, blieb erfolglos, aber sinnlos war er nicht."

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) versicherte, der 20. Juli wirke in der Bundeswehr fort. "Der mutige Widerstand gegen Diktaturen gehört zum Erbe und zur Tradition der Bundeswehr." Die Frauen und Männer des Widerstands seien wenige, zu wenige gewesen. "Aber sie kämpften für demokratische Werte: Würde, Recht und Freiheit." Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigte die Widerstandskämpfer als Helden. "Das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 war eine Tat von beispiellosem Mut", sagte er in der Gedenkstätte Plötzensee.

Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere versucht, Hitler zu töten. Der Operation "Walküre" genannte Umsturzversuch scheiterte jedoch: Hitler überlebte den Bombenanschlag im "Führerhauptquartier Wolfsschanze" leicht verletzt. Nur wenige Stunden später wurde Stauffenberg im Bendlerblock in Berlin, dem heutigen Sitz des Bundesverteidigungsministeriums, hingerichtet. Insgesamt fielen rund 200 Mitverschwörer der Nazi-Justiz zum Opfer.