Vor Reichmann hatte der ehemalige Lausitzer Sportschüler Christoph Harting mit sensationellem Diskus-Gold für die bis dato einzige Medaille für das 15-köpfige Team Lausitz gesorgt. Allerdings bleibt der Cottbuser vor allem mit seinem grotesken Auftritt in Erinnerung. Für fast alle Lausitzer gingen die Medaillenträume nicht in Erfüllung, Luis Brethauer kehrt gar mit gebrochener Schulter zurück. Mirko Wohlfahrt, Bereichsleiter Cottbus am Olympiastützpunkt, sagt trotzdem: "Ich habe ein Cottbuser Team gesehen, das leistungsstark um das bestmögliche Ergebnis gekämpft hat."

Für Brandenburg ging das Ziel von zehn Medaillen nicht in Erfüllung. Die Kanuten um Doppel-Olympiasieger Sebastian Brendel retteten das respektable Ergebnis von achtmal Edelmetall. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schrieb an Brendel: "Wir sind stolz auf Sie." Landessportbund-Präsident Wolfgang Neubert betont: "Dank der tollen Kanuten und Fußballerinnen sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Nun müssen wir das Ergebnis analysieren."

In Sachsen ist man stolz auf sieben Medaillen. Heike Fischer-Jung, Vizepräsidentin des Landessportbundes: "Sachsen ist ein starker Standort für Spitzensport." Weil das deutsche Team aber bei den unvollkommenen Rio-Spielen keineswegs nur golden glänzte, stehen Veränderungen an. DOSB-Präsident Alfons Hörmann fordert Reformen bei den Spitzenverbänden. "Es besteht Handlungsbedarf."

Thema des Tages Seite 3,

Sport Seiten 17 bis 19