Viele würden hier ihrer Verantwortung nicht gerecht, sagte Reiche gestern bei der Vorstellung des 3. Kinder- und Jugendberichts. Bei Gewaltdelikten gingen Bran denburger Jugendliche wesentlich brutaler vor als Täter in anderen Bundesländern.
Insgesamt stellte Reiche den Jugendlichen aber ein gutes Zeugnis aus. Sie seien politisch engagiert und keine Spaß- oder auch Freizeitgeneration. "Die Jugend ist besser als ihr Ruf." Das Engagement bei der Elbeflut im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass Jugendliche "leidenschaftlich helfen" könnten. Der Bericht mahnt verstärktes Handeln der Politik an, um die Bedingungen für die junge Generation zu verbessern.
Positiv wird vermerkt, dass die monatlichen Haushaltsnettoeinkommen für Familien ge stiegen seien. Andererseits erhöhte sich die Zahl jugendlicher Sozialhilfeempfänger von 1994 bis 2000 um 24,3 Prozent auf 22 000; bei Kindern unter sieben Jahren kamen 35,6 Prozent hinzu. (dpa/wie)