Ein Regionalpark sei kein weiteres Großschutzgebiet, auch wenn der Erhalt von Natur und Landschaft ein vordringliches Anliegen in den Parks sei, erklärte Brandenburgs Raumordnungsminister Wolfgang Birthler (SPD) gestern.
Die Regionalparks "Krämer Forst", "Naturpark Barnim", "Barnimer Feldmark", "Müggel-Spree", "Flutgrabenaue", "Teltow Park", "Potsdamer Havelseen", "Döberitzer Heide" mit ihren insgesamt über
2000 Quadratkilometern Fläche sehen sich laut Brandenburger Agrarministerium als regionale Einheit bei der Umsetzung der Landesplanung für Berlin und Brandenburg.
"Nach dem Mauerfall bildete sich in Berlin und Brandenburg die Einsicht, dass der Gürtel rund um die deutsche Hauptstadt nicht im Selbstlauf zu einer Wachstumsregion mit wirtschaftlichem Aufschwung wird", erklärte Birthler. Dazu gehöre, aus Fehlentwicklungen anderer Großstädte zu lernen und hier das Siedlungsumfeld zu bewahren und die Landschaft behutsam zu gestalten.
Wohl nirgendwo sonst in Europa höre die Stadt so unvermittelt auf, fange das Land so plötzlich an wie am Übergang zwischen Berlin und Brandenburg, sagte Birhtler. Wo andere Metropolen von einem wuchernden Speckgürtel eingeschnürt würden, reiche das Brandenburger Land mit seinen Wäldern, Äckern, Wiesen und Seen, seinen Dörfern und schönen Alleen bis unmittelbar an die Berliner Stadtkante heran. (dpa/bra)