Mit einem Team von vier Personen hat die Innovationsregion Lausitz (IRL) GmbH ihre Arbeit aufgenommen. Das teilte IRL-Geschäftsführer Hans Rüdiger Lange am Dienstag in Cottbus mit. Die Gesellschaft aus Industrie- und Handelskammer Cottbus, Handwerkskammer Cottbus, BTU, Wirtschaftsinitiative Lausitz und Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg hat das Ziel, den Strukturwandel durch den bereits begonnenen Ausstieg aus der Braunkohle zu organisieren. Der sei bereits spürbar, so Lange. Eine Reihe von Zulieferern und Dienstleistern der Braunkohlebranche verzeichneten schon Umsatzeinbrüche bis zu 50 Prozent. Mit der beschlossenen Kraftwerksreserve des Bundes sei 2018/19 der Verlust Hunderter Arbeitsplätze programmiert. Insgesamt stehe die Region vor einem schwierigen und langwierigen Transformationsprozess. Der Strukturwandel müsse deshalb aktiv durch die Unternehmen der Region angepackt werden.

Anders als beim Strukturbruch 1990 bestehe heute die Chance, mehr unternehmerische Vitalität in der Region zu entwickeln. "Innovation ist ein Lernprozess, zu dem auch Scheitern gehört", beschreibt der IRL-Chef die Herausforderung für die Region.

Eine Befragung von 20 wichtigen Unternehmen der Region mit hoher Abhängigkeit von der Braunkohle werde jetzt auf 40 weitere Firmen in anderen Bereichen ausgeweitet. Aus diesen Gesprächen sollen Projekte entwickelt werden, für die dann auch zielgerichtet Unterstützung der Landesregierung angefordert werden kann.