Diesem gehören Politiker der Sozialisten (Pasok), der Konservativen (ND) und der rechtsgerichteten Partei Laos an. Der Sozialist Evangelos Venizelos behält den Schlüsselposten des Finanzministers und bleibt Vizepremier. Der Konservative Stavros Dimas, früher EU-Umweltkommissar, wird neuer Außenminister. Sein Parteifreund Dimitris Avramopoulos übernimmt das Verteidigungsressort. Die Übergangsregierung soll nur wenige Monate im Amt bleiben, das Land vor einem drohenden Staatsbankrott bewahren und die internationalen Hilfen unter Dach und Fach bringen.

Breite Zustimmung für Afghanistan-Abzug

Der Bundeswehrverband hat sich hinter die Pläne der Bundesregierung für den Abzug aus Afghanistan gestellt. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und zugleich ein wichtiges politisches Signal“, erklärte der Vorsitzende Ulrich Kirsch am gestrigen Freitag. Bis zum Ende des Jahres 2014 soll der Abzug aller Kampftruppen abgeschlossen sein. Neben Union und FDP hat auch die SPD als größte Oppositionsfraktion Zustimmung signalisiert. Die Grünen halten den Regierungsvorschlag für unzureichend, die Linke lehnt den Einsatz grundsätzlich ab.

Eta will offenbar Waffenlager auflösen

Nach der Abkehr vom bewaffneten Kampf will die baskische Terrororganisation Eta nun offenbar auch ihr Waffenarsenal auflösen. Entsprechende Verhandlungen mit dem Staat stünden auf der Agenda der Gruppe, zitierte die baskische Zeitung „Gara“ am Freitag zwei Eta-Mitglieder. „Die Frage der Waffen steht auf dem Verhandlungsplan zwischen Eta und dem Staat und wir sind bereit, darüber zu sprechen und Kompromisse zu machen, um alle Konsequenzen des Konflikts zu lösen“, hieß es.

Kosovo: Prozess gegen Kriegsverbrecher

Wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen muss sich der Kosovo-albanische Politiker Fatmir Limaj seit Freitag vor einem Gericht in Pristina verantworten. Der ehemalige Rebellenführer und acht weitere Angeklagte sollen im Kosovokrieg zwischen 1998 und 1999 serbische Gefangene misshandelt und exekutiert haben. Die Angeklagten bestreiten die Tat.

Südossetien wählt neuen Präsidenten

Drei Jahre nach dem Südkaukasuskrieg wählt die von Georgien abtrünnige Republik Südossetien an diesem Sonntag einen neuen Präsidenten. Im Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaber Eduard Kokoity sind 13 Kandidaten, wie die Wahlleitung am Freitag in der Hauptstadt Zchinwali mitteilte. In dem von Russland 2008 als unabhängiger Staat anerkannten Gebiet sind insgesamt rund 52 000 Berechtigte zur Wahl aufgerufen.