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Reformation: Das Fest kann beginnen

Potsdam. 500 Jahre nach dem Anschlag von Luthers Thesen an der Wittenberger Schlosskirche, soll das Reformationsjubiläum im nächsten Jahr dem Tourismus auch in Brandenburg und Sachsen kräftige Impulse verleihen. si/dpa

Mit mehr als 300 Ausstellungen, Konzerten und Kulturfesten will Brandenburg im kommenden Jahr Gäste aus ganz Deutschland zum Jubiläum der Reformation anziehen. "Anders als unser Nachbarland Sachsen-Anhalt mit der Lutherstadt Wittenberg können wir weniger mit Originalschauplätzen punkten, sondern wir wollen zeigen, was die Reformation für die Menschen in ihrer Zeit bedeutete und was sie bewirkt hat", sagte die Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, Brigitte Faber-Schmidt, am Freitag in Potsdam.

So wird das Themenjahr 500 Jahre nach dem Anschlag von Luthers Thesen in Wittenberg am 5. Mai in Frankfurt (Oder) eröffnet. Frankfurt sei mit seiner Universität zunächst ein Ort der Gegenreformation und später mit seiner stark lutherisch geprägten Bürgerschaft ein geistiges Zentrum der Reformation gewesen, sagte Faber-Schmidt.

In Jüterbog steht dagegen mit der Ausstellung "Tetzel Ablass Fegefeuer" die "Geschichte vor der Geschichte" im Mittelpunkt. Luthers Gegenspieler Johann Tetzel soll dort mit Ablasspredigten große Umsätze erzielt haben.

Mit Erfolg gestartet ist bereits im Elbe-Elster-Kreis ein Luther-Pass. Der Pass soll die Gäste im Jahr des Jubiläums auf Spurensuche zu Luthers Leben in den heutigen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen begleiten. Er verbindet die Stätten der Reformation in Elbe-Elster mit der Tetzelstadt Jüterbog, mit Torgau, dem Sterbeort von Luthers Gemahlin Katharina von Bora und dem Ort des Thesenanschlags, der Lutherstadt Wittenberg. Thema des Tages Seite 3