Der Einsatz von Herdenschutzhunden soll rechtssicher gemacht werden, „ohne das Wohl der Hunde zu gefährden“. Das teilt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mit.

In den deutschen Wolfsgebieten seien Herdenschutzhunde wegen der Rückkehr des Wolfes für viele Betriebe unersetzlich geworden. Deshalb müsse ihr Einsatz rechtssicher möglich sein. Das sei derzeit nicht der Fall. Obwohl Herdenschutzhunde bewährte Mitarbeiter vieler Schäfer seien, werde ihr Einsatz durch das geltende Tierschutzrecht unnötig behindert. Dieses schreibt selbst auf Naturschutzflächen teure Schutzhütten vor, die von den Hunden oft nicht genutzt werden. Auch die Haltung der Hunde hinter Stromzäunen ist verboten, obwohl sie den Herdentieren zusätzlichen Schutz bieten, gerade vor Wölfen.

Der Bundestag hat die Bundesregierung jetzt zur Anpassung der Tierschutz-Hundeverordnung aufgefordert. Die Verbände machen dafür gemeinsame Vorschläge: Anstelle des Hüttenzwangs soll vorgeschrieben werden, dass Herdenschutzhunde ausreichend Möglichkeiten des Witterungsschutzes vorfinden müssen, beispielsweise durch Büsche, Bäume oder andere Unterstände. Auch die Haltung hinter stromführenden Zäunen soll während der Arbeitszeit der Hunde erlaubt werden – allerdings nur, wenn die Tiere genug Raum haben, um Abstand zu den Einfriedungen halten zu können. Im Einsatz auf weitläufigen Weiden sei dies gut möglich. Die Anbindehaltung soll dagegen für Herdenschutzhunde verboten werden.