Der Mann soll es bei zwei Einsätzen im April 2013 unterlassen haben, die Identitäten von Personen der rechten Szene festzustellen und Strafanzeigen gegen sie zu erstatten. Der Beamte war erst im November von einer dreimonatigen Suspendierung in den Dienst zurückgekehrt.

Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin bereits wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Strafvereitelung im Amt. Die neuen Vorwürfe seien am 4. Dezember bekannt geworden, der Beamte sei sofort erneut suspendiert worden, hieß es nun. Auch gegen einen zweiten Streifenpolizisten wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt eingeleitet. Er war bei den Einsätzen vor zwei Jahren dabei. Erst vor wenigen Monaten hatte Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke eine Untersuchungsgruppe eingesetzt, um Vorwürfe rechtsextremer Umtriebe gegen Beamte der Inspektion aufzuklären.