N ach Einschätzung von Ermittlern gehen sowohl die Tötung einer Polizistin in Heilbronn im April 2007 als auch die Döner-Morde, denen in den Jahren 2000 bis 2006 bundesweit acht Türken und ein Grieche zum Opfer gefallen waren, auf das Konto einer rechtsextremistischen Gruppierung. Die Bundesanwaltschaft übernahm am Freitag die Ermittlungen zu den zehn Morden. Auf den überraschenden Zusammenhang zwischen dem gewaltsamen Tod der Polizistin und der Mordserie an ausländischen Geschäftsleuten stießen die Ermittler bei der Durchsuchung einer in Zwickau explodierten Wohnung. Dort fanden Beamte die Pistole der tschechischen Marke Ceska, Typ 83, Kaliber 7,65, mit der die neun Männer erschossen worden waren. Zudem fanden Experten in Zwickau rechtsextreme Propaganda-Videos, die sich auf eine Gruppierung mit dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ beziehen und Bezüge zu den Döner-Morden enthalte n.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) sprach in Zusammenhang mit der Mordserie von „Rechtsterrorismus in Deutschland “.

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