Während einer Besprechung der Bürger im Rathaus hätten Rechtsextreme Feuerwerkskörper gezündet, szenetypische Sprüche gegrölt und Zettel mit rechten Parolen geworfen. Trotz Drohungen der Rechtsextremen waren die Bürger mit Vertretern von Stadt und Kirche losgezogen. Dabei wurden sie immer wieder bedroht und provoziert. Aufgrund der äußerst angespannten Stimmung wurde die Polizei alarmiert.
Nach dem Angriff betrunkener Jugendlicher auf zwei Polizisten im Doberschützer Ortsteil Mörtitz wollte die Polizei nun mit massiver Präsenz vor Ort sein. Als die Beamten eintrafen, zogen sich die meisten der Rechten zurück.
In einer gemeinsamen Erklärung rufen elf Oberbürgermeister aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Protest gegen Rechtsextremismus auf. Vor dem Hintergrund des dritten rechtsextremen "Festes der Völker", das am 13. September im ostthüringischen Altenburg stattfinden soll, "müssen wir alle ein deutliches Zeichen setzen, dass braunes Gedankengut in unseren Städten keinen Platz findet", heißt es in der gestern veröffentlichten Erklärung. Die Stadtoberhäupter von Altenburg, Borna, Chemnitz, Crimmitschau, Erfurt, Gera, Jena, Plauen, Weimar, Zeitz und Zwickau appellieren darin an die Bevölkerung, sich an Gegenaktionen zu beteiligen und durch friedliche Proteste oder bloße Präsenz bei den Veranstaltungen der lokalen Aktionsbündnisse ein deutlich vernehmbares "Nein" zu Rechtsextremismus zu erklären. (dpa/ddp/bw)