Die Jugendlichen hatten in den Jahren 2003 und 2004 mehrere Anschläge auf Geschäfte und Imbisse von Ausländern verübt. "Wenn sich elf junge Männer zu einer Vereinigung zusammenschließen, um ,das Havelland von Ausländern zu säubern', ist das terroristisch", hieß es in der Urteilsbegründung des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes (OLG).

Im Mai 2005 verurteilt das Bayerische Oberste Landesgericht in München den Neonazi Martin Wiese zu sieben Jahren Haft. Als Anführer einer selbst ernannten "Schutzgruppe" hatte er einen Bombenanschlag auf die Einweihungsfeier des Jüdischen Zentrums in München geplant. Wiese und die drei mit ihm verurteilten Täter waren Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung "Kameradschaft Süd".

Seit Mai 2013 wird in München gegen Beate Zschäpe und mutmaßliche Unterstützer der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) verhandelt. Über Jahre sollen Zschäpe und ihre Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt laut Bundesanwaltschaft unerkannt gemordet haben. Zwischen 2000 und 2007 erschoss die Gruppe nach derzeitigen Erkenntnissen zehn Menschen. Zudem soll sie mit Sprengstoffanschlägen Dutzende verletzt haben.

Am 27. April 2016 beginnt vor dem OLG München der Prozess gegen den mutmaßlichen Gründer der "Oldschool Society" (OSS), Andreas H., und drei Mitangeklagte unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Die Ermittler gehen davon aus, dass die mutmaßlichen OSS-Mitglieder Anschläge gegen Asylbewerber-Unterkünfte, Moscheen und Salafisten planten.