Für die von internen Machtkämpfen zerrütteten Rechtsextremen geht es diesmal aber noch um mehr. "Sollte es der rechtsextremistischen Szene gelingen, wieder mehrere Tausend Teilnehmer zu mobilisieren, so wird dies das Bild der inneren und äußeren Geschlossenheit der Szene erheblich fördern, was ihr gerade im Hinblick auf interne Streitigkeiten recht sein dürfte", betonte Boos. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass die von der "Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland" organisierten Aufmärsche logistischen Beistand erhalten. Eine derartige Mobilisierung wäre ohne bundesweite Hilfe vor allem der NPD nicht möglich, hieß es. Wie im Vorjahr werde mit der Teilnahme eines "Schwarzen Blocks" gerechnet, sagte Boos. Hinter diesem Begriff verbergen sich "Autonome Nationalisten", die oft aus Freien Kameradschaften stammen und sich offen zu Gewalt bekennen. Die Polizei aus Sachsen und anderen Bundesländern will mit einem Großaufgebot Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten am Samstag in Dresden verhindern. Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber kamen nach neuen Erkenntnissen etwa 25 000 Menschen ums Leben. Rechtsex treme greifen gern auf Quellen zurück, die von 250 000 oder mehr Opfern berichten, um damit Kriegsverbrechen der Alliierten zu belegen und Kausalitäten für die Bombardements infrage zu stellen.