Die vor einigen Wochen eingerichtete Steuerungsgruppe Extremismus vereinbarte, an den Schulen des Kreises den Weiterbildungsbedarf zu diesem Thema zu ermitteln, wie das Landratsamt gestern in Pirna mitteilte. Anschließend soll das Regionalschulamt gezielte Lehrangebote entwickeln, die die Jugendlichen auf die Gefahren rechten Gedankenguts aufmerksam machen. Ziel sei eine wirksame Aufklärung.
In die Planung der Unterrichtskonzepte sind den Angaben zufolge Bürgermeister der Region ebenso einbezogen wie Schulleiter. Auf diese Weise werde der Kontakt zwischen den Bildungseinrichtungen und ihren Trägern verstärkt.
Der Landkreis Sächsische Schweiz gilt als Hochburg der rechtsextremen NPD. Bei der Landtagswahl 2004 erhielt die Partei in einem der beiden dortigen Wahlkreise 15,1 Prozent. Der Steuerungsgruppe gehören neben Landkreis, Stadt und Polizei auch das Jugendamt, das Regionalschulamt sowie die Bundespolizei und der Verfassungsschutz an. (dpa/mb)