Im Ausschuss für Haushalt und Finanzen wies von der Aue Behauptungen zurück, sie würde das private Umfeld Hülsmanns ausforschen lassen, um diesen zu "mobben" (die RUNDSCHAU berichtete.
Vielmehr hätten Privatpersonen neue "mögliche strafrechtlich relevante Vorwürfe" gegen den Vizepräsidenten erhoben, "die in konkretem Zusammenhang zu seiner dienstlichen Tätigkeit stehen" . Details nannte sie nicht. Hülsmann selbst wies das auf Anfrage zurück: Die Ermittlungen von der Aues bezögen sich auf Querelen in einer privaten Eigentümergemeinschaft, an der er beteiligt sei. Es gebe keinen dienstlichen Hintergrund. Hülsmanns Anwalt Matthias Dombert hatte es als Verschwendung von Steuergeldern bezeichnet, dass von der Aue zwei enge Mitarbeiter zu Recherchen nach Flensburg beordert hatte, obwohl parallel die Staatsanwaltschaft wegen einer Betrugsanzeige von der Aues gegen Hülsmann ermittle. Die Staatsanwaltschaft gewährleiste volle Aufklärung, so Dombert, der auch darauf hingewiesen hatte, dass von der Aue eine teure Anwaltskanzlei eingeschaltet habe. Von der Aue begründete dies damit, dass es sich um einen rechtlich komplizierten Fall handele.
Der CDU-Abgeordnete Thomas Lunacek forderte gestern, dass sich der für den Rechnungshof zuständige Haushaltskontrollausschuss des Landtages mit den Vorgängen befassen müsse.