Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) hat im RUNDSCHAU-Interview klargestellt, dass die drohende Schließung von vier Bahnhalten auf der Regionalexpress 2-Strecke zwischen Cottbus und Berlin vom Tisch ist. "Wir lassen den Halt in Brand", erklärte sie nach einem Krisengespräch mit drei Lausitzer Landräten am Dienstag in Potsdam. Notwendig sei das ab Dezember wegen Fahrplankorrekturen in Berlin und mehr Umleitungsverkehr auf dieser Strecke.

An den Haltepunkten Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz wird es dagegen erhebliche Einschränkungen geben. Die von Pendlern aus Südbrandenburg und Ostsachsen stark frequentierten RE 2-Züge sollen hier nur noch früh morgens nach und am späten Nachmittag aus Berlin kommend halten. Laut der Ministerin bleibe es auch bei den nicht im Takt verkehrenden Verstärkerzügen. Die Kosten für den Zubringerverkehr per Bus bis 2018 werde das Land übernehmen.

Für den Landrat von Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze (parteilos), war es dennoch "kein guter Tag für Raddusch, den Spreewald und Südbrandenburg". Denn aus seiner Sicht ziehe sich die Bahn mit den neuerlichen Einschränkungen aus der Fläche zurück. Zugesichert habe die Ministerin, so Heinze zur RUNDSCHAU, dass ab 2018 eine zusätzliche Regionalbahn die drei Bahnhalte wieder anfahren werde. Gedacht ist dabei offenbar an eine ab Lübbenau gesplittete RB 19 - Richtung Senftenberg und nach Cottbus.