2013 wurden ihm zufolge knapp 5200 Straftaten auf diesem Gebiet erfasst, 2012 nur 4680. Intensive Ermittlungen führten immer wieder zu Verfahren, berichtete Keck.

Im Zuge der Untersuchungen seien weitere Personen bekannt geworden, die auch für andere Straftaten verantwortlich sein sollen. Die Aufklärungsquote liege zwischen 90 und 95 Prozent. In etwas mehr als der Hälfte der Fälle spielen Cannabis und seine Zubereitungen die Hauptrolle, wie der Polizeisprecher erklärte. Regionale Schwerpunkte seien die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Uckermark und Teltow-Fläming.

Amphetamine - eine synthetische Droge - seien mit steigender Tendenz im Süden und Südosten Brandenburgs, in Cottbus sowie den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Oder-Spree im Umlauf. 107 Personen wurden im ersten Halbjahr als Crystal-Erstkonsumenten registriert; 2013 waren es 148. Etwa 80 Prozent von ihnen haben ihren Wohnsitz im Bereich der Polizeidirektion Süd. 2014 gelang es der Polizei nach eigener Darstellung mehrfach, die organisierten Strukturen der Dealer zu zerschlagen, so in Brandenburg/Havel, Lauchhammer, Potsdam, Vielitz, Schöneiche, Spremberg und Velten. Zudem konnten große Cannabis-Plantagen unter anderem in Karstädt, Braunsdorf, Viesecke, Stahnsdorf und Velten aufgedeckt werden. Die Tatverdächtigen stammten laut Keck zumeist aus der Region Berlin-Brandenburg.

Erst im Oktober glückte der Polizei ein beachtlicher Schlag gegen die Drogenszene. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurde ein 34 Jahre alter Dealer mit Stoff im Wert von 250 000 Euro gefasst. Im März wurden bei einem Großeinsatz in der Region Lauchhammer 1,3 Kilogramm der Droge Crystal Meth sichergestellt - die bislang größte Einzelmenge.

Im Land sind 2013 nach Angaben des Gesundheitsministeriums fünf Menschen infolge ihres Drogenkonsums gestorben, drei mehr als 2012. Nach der Europäischen Schülerstudie Espad haben etwa 23 Prozent der Neunt- und Zehntklässler im Land schon einmal Haschisch probiert.