Das hat vor einem halben Jahr erst der Einsatz der Bundeswehr bei der Jahrhundertflut in Sachsen bewiesen", sagte Rasch gestern in Dresden. In einem Brief bat er Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD), die Pläne zu überdenken.
Die Verbindungskommandos der Bundeswehr waren erst 1998 als Ersatz für die damals aufgelösten Verteidigungskommandos geschaffen worden. Ihre Aufgabe besteht darin, die Landkreise und kreisfreien Städte bei Katastrophen und im Verteidigungsfall zu unterstützen. In Sachsen gibt es Verbindungskommandos in Görlitz, Königsbrück, Pirna, Plauen, Torgau und Werdau.
Im Fall einer Auflösung der Kommandos befürchtet Rasch ein schlechteres Zusammenspiel zwischen Katastrophenschutzbehörden und Bundeswehr. Sollten diese Aufgaben bei der Bundeswehr von einer zentralen Stelle aus geregelt werden, stehe gegebenenfalls kein ausgebildetes und mit den konkreten Bedingungen vertrautes Personal mehr bereit. "Wenn wir die Gefahren durch chemische und bakteriologische Waffen ernst nehmen, sind wir dringend auf das Potenzial der Bundeswehr angewiesen", sagte der Minister. Die Verbindungskommandos wüssten am besten, wie Kräfte und Mittel der Bundeswehr im Notfall schnell zu mobilisieren sind. (dpa/kr)