Vor allem im äußeren Entwicklungsraum des Landes Brandenburg sei die demografische Entwicklung Besorgnis erregend, sagte das BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt gestern bei einem Besuch in Luckenwalde (Teltow-Fläming). Die Politik müsse jungen Menschen und Familien auch in diesen Regionen Perspektiven bieten, so bei der Planung von Grünflächen und Spielplätzen im Rahmen des Stadtumbauprogramms. Seit 1991 habe der äußere Entwicklungsraum Brandenburgs fast 240 000 Einwohner verloren, darunter seien allein 210 000 Menschen unter 25 Jahre, sagte Burkardt und berief sich dabei auf Zahlen des statistischen Landesamtes Brandenburg. Die Zahl der Einwohner unter 25 Jahren sei hier seit 1991 um mehr als 40 Prozent auf jetzt knapp 346 000 gesunken. Im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der über 65-Jährigen um mehr als die Hälfte auf über 340 000 erhöht. Im Vergleich dazu sei die Einwohnerzahl im Land Brandenburg seit 1991 insgesamt nur um knapp 5600 gesunken.
Hintergrund sei bislang vor allem die Binnenwanderung. Während seit 1991 fast 240 000 Menschen den äußeren Entwicklungsraum Brandenburgs verließen, verzeichnete der engere Verflechtungsraum mit Berlin - der Speckgürtel der Bundeshauptstadt - zugleich einen Zuwachs von mehr als 233 000 Menschen.
Unter dem Dach des BBU sind nach Verbandsangaben 368 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften fast die Hälfte aller Mietwohnungen im Land Brandenburg. (dpa/roe)
Informationen im Internet:
www.bbu.de