Eine zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vereinbarte Waffenruhe war kurz zuvor um 6.00 Uhr (Ortszeit/5.00 MEZ) in Kraft getreten. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Niemand habe sich zu dem Abschuss bekannt. Die israelische Armee hatte ihre Truppen in der Nacht vereinbarungsgemäß aus dem nördlichen Gazastreifen abgezogen.

Unterdessen haben nach einem Bericht der Zeitung „Jerusalem Post“ (Online-Ausgabe) die militanten Palästinenserorganisationen Islamischer Dschihad und Abu Reish, eine militante Splittergruppe von Abbas' Fatah, am Sonntagmorgen erklärt, nicht an der Waffenstillstandsvereinbarung beteiligt zu sein.

Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez die Raketenangriffe auf Israel nach Inkraftreten der Waffenruhe als klaren Verstoß gegen die Vereinbarung eingestuft. Perez sagte nach Medienberichten während einer Beratung mit Militärs, Israel werde auf jeden Angriff in aller Härte reagieren.

Die israelische Bildungsministerin Juli Tamir sagte am Sonntag während eines Besuch in einer Schule in Sderot, Israel könne keine Zurückhaltung üben, sollte der Raketenbeschuss andauern. „Ich hoffe, dass die Palästinenser alle Gruppierungen zügeln. Wir haben ein gemeinsames Interesse an einer Waffenruhe.“