Weder Fahrlässigkeit oder ein technischer Defekt noch eine Beziehungstat seien derzeit auszuschließen. Die Verletzungen, mit denen ein 59 Jahre alter Bewohner des Hauses sechs Stunden nach dem Vorfall entdeckt wurde, stünden mit der Explosion in keinem Zusammenhang.

Bei der Detonation und einem anschließenden Brand war das Einfamilienhaus, in dem der 59-Jährige und eine 62 Jahre alte Frau lebten, vollständig zerstört worden. Durch herumfliegende Trümmerteile wurden an drei Nachbarhäusern und einer Garage teils erhebliche Schäden verursacht. Die an das Hausgrundstück angrenzende Straße musste für die Löscharbeiten für rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Rund 85 Feuerwehrleute von Freiwilligen Feuerwehren aus der gesamten Umgebung waren im Einsatz.

Nach der Explosion, die sich gegen 4.15 Uhr ereignete, war zunächst unklar, ob die Bewohner eventuell in den Trümmern ums Leben gekommen sein könnten. Schließlich meldete sich die Frau am Unglücksort bei der Polizei, der 59-Jährige blieb dagegen zunächst verschwunden. Er wurde erst um 10.10 Uhr in seinem Auto im Raum Ehrenfriedersdorf entdeckt. Er sei verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden, hieß es.

In die Ermittlungen zur Ursache der Explosion wurden Spezialisten der Kriminalpolizei aus Chemnitz sowie des Landeskriminalamtes einbezogen. Über die Höhe des Schadens an den betroffenen Gebäuden konnte die Polizei bislang keine Angaben machen.