Das Fernbleiben des Diktators heizte die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand an. Er fehlte am Freitag auf der Liste der Besucher des Mausoleums in Pjöngjang mit den einbalsamierten Leichen seiner Ahnen, den früheren Machthabern Kim Il Sung und Kim Jong Il. Das gehe aus Berichten des Staatsfernsehens hervor, teilte das Vereinigungsministerium im benachbarten Südkorea mit. Trotz seiner Abwesenheit ist Kim Jong Un nach Einschätzung der südkoreanischen Regierung aber nach wie vor unangefochten an der Macht. Aufnahmen vom Sommer hatten ihn humpelnd gezeigt. Eine Erklärung, warum er diesmal fernblieb, gab es nicht. Nordkorea hatte zuletzt lediglich ein "Unwohlsein" Kims eingeräumt. Nordkorea ist eines der weltweit isoliertesten Länder.