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Qualitäts-Ampel für Kliniken

Potsdam. Patienten können sich ab sofort im Internet über die Qualität der medizinischen Behandlung in 36 Kliniken in Brandenburg informieren. Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) hat am Montag das Portal des Krankenhausspiegels Brandenburg freigeschaltet. Rüdiger Hofmann und Jan Siegel

Auf der Internetseite erfahren die Patienten, welche Kliniken bei Behandlungen die größte Erfahrung haben und wie häufig es zu Komplikationen kommt. "So entsteht ein gesunder Wettbewerb um die besten Ergebnisse", sagte Golze. Die Krankenhäuser könnten voneinander lernen, besser zu werden.

Aufgelistet wurden im Krankenhausspiegel 36 der insgesamt 44 Krankenhäuser im Land. Mitgemacht haben auch viele Kliniken in der Lausitz. Dabei sind neben dem größten Krankenhaus Brandenburgs, dem Carl-Thiem-Klinikum, auch das Sana Herzzentrum in Cottbus, das Naemi-Wilke-Stift in Guben, das Spremberger Krankenhaus, das Evangelische Krankenhaus Luckau, das Klinikum Niederlausitz und die Lausitzklinik in Forst. "Einige Häuser nutzen andere Systeme für die Qualitätsprüfung,", sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Jens-Uwe Schreck.

Für Laien verständlich aufbereitet finden sich in dem Portal die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen bei zunächst 16 besonders häufigen Behandlungen. Informiert wird im Krankenhausspiegel auch über die Zahl der aufgetretenen Komplikationen bis hin zur Zahl der Sterbefälle bei heiklen Operationen. Insgesamt werden 120 Qualitätsmerkmale erfasst und deutlich sichtbar gewertet. Eine Ampel zeigt die Qualität. Die Angaben werden jährlich aktualisiert.