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| 02:43 Uhr

Putin provoziert mit Krim-Besuch

Sewastopol. Russlands Präsident Wladimir Putin hat zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland auch die von Moskau annektierte Halbinsel Krim besucht. Dort nahm er an einer Militärparade teil. AFP/bf

Provokation zum Tag des Siegs über Nazi-Deutschland: Russlands Staatschef Wladimir Putin reiste am gestrigen Freitag demonstrativ auf die annektierte ukrainische Halbinsel Krim, um an einer Militärparade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen. Bei Gefechten zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Separatisten im ukrainischen Mariupol wurden indes mehr als 20 Menschen getötet.

Vor Tausenden jubelnden Menschen im Hafen Sewastopols sagte Putin, das Jahr 2014 werde "in die Geschichte eingehen als das Jahr, in dem die hier lebenden Menschen fest beschlossen, zu Russland zu gehören". Sie hätten damit ihre "Treue zur historischen Wahrheit" bekräftigt. "Wir werden alle Schwierigkeiten überwinden, weil wir zusammen sind", betonte er.

Es war Putins erste Reise auf die Krim seit der Einverleibung der Halbinsel durch Moskau. Der Besuch bedeutet für den Westen, der die Annexion der Krim nicht anerkennt, eine neuerliche Provokation. Anfang der Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Putin indirekt von der Teilnahme an der Parade abgeraten.

Die ukrainische Übergangsregierung verurteilte den "nicht genehmigten Besuch" Putins auf der Krim. Diese sei nur "vorübergehend von Russland besetzt", erklärte das Außenministerium in Kiew. Die US-Regierung warnte, Putins Besuch werde "die Spannungen verschärfen". Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nannte den Besuch "unangemessen".

Politik Seite 5