Es handele sich nach Angaben der Polizei um einen großen Sprengsatz. Die Wucht der Explosion richtete großen Sachschaden an.
Die schwere Explosion ereignete sich im Bereich des alten Busbahnhofs im Süden der Stadt. Vor drei Monaten waren bei einem Selbstmordanschlag an derselben Stelle 30 Menschen verletzt worden.
Die regierende palästinensische Hamas-Bewegung bezeichnete den Anschlag als "Selbstverteidigung" der Palästinenser. Der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri sagte in Gaza, solche Anschläge seien Widerstand gegen die israelische Besatzung und gehörten zum Recht des palästinensischen Volkes. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Tat hingegen als Terror. Der Iran wird der palästinensischen Autonomiebehörde unter Führung der radikal-islamischen Hamas-Bewegung mit 50 Millionen Dollar (41,3 Millionen Euro) helfen. Das kündigte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki am Wochenende auf einer internationalen Unterstützungskonferenz für die Hamas in Teheran an. Katar kündigte die Zahlung von ebenfalls 50 Millionen Dollar an die Autonomiebehörde an. Auch Moskau will die Autonomiebehörde weiter finanziell unterstützen. Die russischen Medien werteten die Unterstützung für Abbas als Reaktion auf die von Europäischer Union und USA eingestellten Zahlungen.
In einer Erklärung zum Abschluss der Konferenz in Teheran wurden alle islamischen Länder aufgerufen, die Hamas-geführte Palästinenserregierung zu unterstützen. Zudem wurde die Gründung eines Palästinenserstaates mit Jerusalem als Hauptstadt gefordert. Ein Kompromiss könne die Palästinenserfrage nie klären: Widerstand gegen die israelische Besetzung sei der einzige Weg, das "Ungleichgewicht" in den besetzen Gebieten auszuräumen.
Bei der Eröffnung der Hilfskonferenz hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad erneut den Holocaust geleugnet und vom bevorstehenden "Verfall" Israels gesprochen. "Es mag Zweifel am Holocaust geben. Aber es gibt definitiv keine Zweifel am Holocaust der vergangenen Jahre in Palästina", sagte Ahmadinedschad. "Einige Leute glauben, dass während des Zweiten Weltkriegs viele Juden ums Leben kamen. Bei allem nötigen Respekt: Warum sollen die Palästinenser für das angeblich Geschehene den Preis zahlen?", sagte Ahmadinedschad. "Während der Glaube und das Streben nach Freiheit in Palästina blühen, verfällt das zionistische Regime (Israel) und erscheint jetzt wie ein vertrockneter Baum, der beim nächsten Sturm umfällt", erklärte der Präsident weiter.
Die US-Regierung bezeichnete die neuen Äußerungen des iranischen Präsidenten als verwerflich. Mehrere Abgeordnete der CDU forderten einen Ausschluss Ahmadinedschads von einem Besuch der Fußball-WM in Deutschland. (dpa/roe)