Er werde sich nicht zu den Vorwürfen äußern, ließ er am Landgericht Leipzig von seinem Verteidiger verkünden. Neben dem Mord legt ihm die Anklage einen Mordversuch an einem weiteren Bekannten zur Last.

Im Jahr 2013 soll der Angeklagte einen damals 22-Jährigen in der 14. Etage des Hauses mit Medikamenten wehrlos gemacht, zum Lift gelockt, die Tür zum Schacht geöffnet und sein Opfer hinabgestoßen haben. Der junge Mann starb an den Verletzungen, die er sich beim Sturz zuzog.

Das andere Opfer, einen 20-Jährigen, soll er ebenfalls mit Medikamenten betäubt und auf Bahngleise gelegt haben. Es wurde vom Zug überrollt, überlebte aber schwer verletzt. Der Mann tritt im Prozess als Nebenkläger auf und gilt als einer der wichtigsten Zeugen.

Laut Anklage wollte der Mann die beiden als Zeugen seiner Internet-Betrügereien loswerden. Der vorbestrafte Angeklagte hatte unter anderem die Daten von einem der Opfer für Straftaten benutzt.

Außerdem muss das Gericht auch mehrere Fälle schwerer Brandstiftung klären, die dem 30-Jährigen vorgeworfen werden. Laut Staatsanwaltschaft soll er von Januar bis März 2013 acht Feuer gelegt haben, bei denen ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro entstand.

Das Gericht geht von einem langwierigen Verfahren aus. Es sind 31 Verhandlungstage bis zum 4. Januar 2016 anberaumt. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.