Es soll laut Staatsanwaltschaft Görlitz eine "Strafaktion" wegen eines gescheiterten Geschäftes gewesen sein, was sich im März 2012 an einem Parkplatz am Bautzener Stausee ereignete. Vier Deutsche und ein Grieche, dessen Identität nicht ermittelt werden konnte, sollen dabei einen 44-Jährigen aus Cottbus mit einer Machete und einem Knüppel so schwer misshandelt haben, dass er nur durch glückliche Umstände den Angriff schwer verletzt überlebte.

Die juristische Aufarbeitung dieser Gewalttat gestaltet sich jedoch schwierig. Ein erster Prozess am Landgericht Görlitz gegen drei mutmaßliche Täter endete im Juni 2014 mit Freisprüchen. Die Beteiligung an der Tat sei den Männern nicht nachzuweisen gewesen, so ein Gerichtssprecher.

Ab Mittwoch soll sich nun der mutmaßlich vierte Beteiligte und Haupttäter vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-jährigen Maurer aus Bautzen neben der schweren gemeinschaftlichen Körperverletzung am Stausee noch andere Delikte vor. Bis zur Anklageerhebung hatte sich der Mann laut Landgericht Görlitz nicht zu den ihm vorgeworfenen Taten geäußert.

Gleich am ersten Verhandlungstag sollen acht Zeugen gehört werden. Darunter werden auch die drei Männer sein, die im vorigen Jahr vom Vorwurf der gemeinschaftlichen schweren Körperverletzung am Bautzener Stausee freigesprochen wurden. Da ihre Freisprüche rechtskräftig sind, haben sie nun kein Recht mehr, die Aussage zu den Ereignissen am Stausee zu verweigern.