Das bundesweite Netzwerk "Rassismus tötet!" hatte zu der Demonstration aufgerufen, um an den zweiten Jahrestag der Ermordung eines Irakers in Leipzig zu erinnern. Der 19-Jährige war nahe dem Hauptbahnhof von zwei Neonazis niedergestochen worden. Die Route der Demonstranten führte an Orten vorbei, an denen laut Organisatoren seit 1990 fünf weitere Menschen nach Angriffen durch Neonazis starben. "Wir haben ein unmissverständliches Zeichen gegen den rassistischen Normalzustand gesetzt", sagte Organisatorin Miriam Schleicher am Sonntag. Die Veranstaltung sei friedlich und ohne Zwischenfälle geendet, sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei .