Wir vermuten seit Langem, dass 28-jähriger, vergorener Traubensaft (gleich, welche Lage) etwa so schmeckt, wie das der Schriftsteller Janosch mal beschrieb: Es schmeckt, als könne man damit Bananendampfer entrosten; es schmeckt, als könne man damit die Wanzen hinter den Dielen töten; es schmeckt, als wäre das mit den Dielen keine gute Idee, weil sich die Flüssigkeit danach bis in den Keller durchfrisst; ein griechischer Ouzo dagegen - unverwüstlich! Er schmeckt - dank 40 Prozent Alkohol - auch nach Jahrzehnten, und wenn alle reichen Irren der Welt alle Ouzo-Flaschen Griechenlands auch nur zu 400 Euro das Stück kauften, wäre das kleine Land nicht nur saniert, sondern reicher als die Schweiz! Schön wäre zumindest, wenn reiche Irre - statt gammeligen Rotwein davon zu kaufen - den Griechen das Geld auf deren leeres Gyros-Konto überwiesen. Das (!) wäre gut für die Weltwirtschaft. Aber wir fürchten, das ist in solchen Kreisen leider nicht Ouzo.