Im vergangenen Jahr gab es schon 70 Braustätten in Berlin und Brandenburg, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit kamen drei Betriebe hinzu. Vor sieben Jahren hatte es noch 37 Brauereien in der Region geben, seither steigt die Zahl stetig an.

Grund ist der Trend zu kleinen Spezialitätenbrauereien, die aromatisches Craft Beer anbieten. Daran versuchen sich bundesweit immer mehr Braumeister, auch wenn im Langfristvergleich der Bierkonsum insgesamt zurückgeht.

In Sachsen ist die Zahl der Brauereien ebenfalls überdurchschnittlich stark gestiegen. Landesweit 75 Braustätten hat das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr gezählt – sechs mehr als 2017. Das entspricht einem Zuwachs von knapp neun Prozent.

Das Bundesland mit den mit Abstand meisten Brauereien ist nach wie vor Bayern. Im vergangenen Jahr waren es 654. Sachsen-Anhalt zählt dagegen gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils nur gut 20 Braustätten zu den Bundesländern mit den wenigsten Brauereien.

Insgesamt produzierten die sächsischen Brauereien im Vorjahr rund 8,2 Millionen Hektoliter Bier – und lagen damit bundesweit auf dem dritten Platz hinter Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Mit einer Jahresproduktion von insgesamt 3,9 Millionen Hektolitern sind die Brauer in Berlin und Brandenburg vergleichsweise klein.