Ministerpräsident Matthias Platzeck und sein Finanzminister Rainer Speer (beide SPD) hatten sich für ein Stündchen von den Haushalts-Vorgesprächen mit CDU-Landeschef und Innenminister Jörg Schönbohm losgeeist. Speer bekam bei der Begrüßung auf Gut Bornstedt von Chefredakteur Dieter Schulz eine Mütze mit dem RUNDSCHAU-Schriftzug geschenkt, auf dass er die schwierigen Geldfragen des Landes unter einen Hut bringen möge. Schließlich waren dem Finanzchef gerade ein paar Millionen Euro Weihnachtsgeld für die Beamten entronnen, die er eigentlich streichen wollte.
Gut gelaunt nach einem „bewegten und bewegenden Jahr“ bat Ministerpräsident Platzeck darum, den neuen Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) „gut zu pflegen“ . Schließlich sei der mit dessen Abgang von der Spitze des Potsdamer Infrastrukturministeriums auf den Cottbuser OB-Stuhl verbundene „Kollateralschaden“ groß genug gewesen. Er spielte damit auf die in Potsdam ursprünglich geplante großzügige Rentenversorgung für Szymanski auf Kosten der Steuerzahler an, die für mächtigen Wirbel gesorgt hatte.
Geschäftsführer Frank Lüdecke verwies darauf, dass das RUNDSCHAU-Medienhaus als einer der größten Arbeitgeber in Südbrandenburg gut aufgestellt sei und „pünktlich und gern“ seine Steuern zur Entwicklung der Region und des Landes zahle.
Neben Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) sowie Platzeck und Speer war fast das gesamte Kabinett gekommen: die Minister Johanna Wanka (Kultur) und Ulrich Junghanns (Wirtschaft/beide CDU) sowie Dagmar Ziegler (Arbeit/Soziales), Dietmar Woidke (Ländliche Entwicklung, Umwelt, Verbraucherschutz) und Reinhold Dellmann (Infrastruktur/alle SPD). Anwesend waren zudem brandenburgische Spitzenpolitiker der Linkspartei, von FDP und Bündnis 90/Die Grünen sowie Chefs von Landesbehörden.