Wolfsplenum.

Das streng geschützte Raubtier werde aber nicht zum Abschuss freigegeben. Derzeit werde an einer Wolfsverordnung gearbeitet, sagte Schilde. Sie soll den Umgang mit Problemwölfen regeln. Es geht um Tiere, die die Scheu vor Menschen und Siedlungsräumen verloren haben. Die Veranstaltung sollte vor allem die Überarbeitung des bestehenden Wolfsmanagementplanes voranbringen.

Der Landesbauernverband kritisierte jedoch die Arbeit des Ministeriums. Bereits eingebrachte Vorschläge und Stellungnahmen von Verbänden seien bislang nicht berücksichtigt worden. Ein künftiges Zusammenleben mit dem Wolf könne nur im Dialog zwischen Landnutzern, Verwaltung und Naturschützern erreicht werden, hieß es.

Es sei natürlich, wenn Wölfe Schafe oder Kälber reißen, sagte Andreas Piela, Referatsleiter im Umweltministerium. "Werden aber wiederholt Schutzmaßnahmen überwunden, dann müssen wir den Wolf entfernen." Er sei intelligent und gebe sein Wissen an den Nachwuchs weiter. "Wir wollen keine Rudel, die diese Verhaltensweisen entwickelt haben."

In Kürze beginnen zwei Wolfsberaterinnen in Brandenburg ihre Arbeit. Sie sollen informieren und Konflikte entschärfen. Seit der Wiederansiedlung 2007 leben nach jüngsten Angaben 25 Rudel und Einzeltiere im Land. Gegenwärtig wird von rund 200 Wölfen ausgegangen. Länder Seite 5