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| 02:35 Uhr

Problemwölfe machen Jagd auf Schafe

FOTO: dpa
Rachlau/Bautzen. In den vergangenen Monaten gab es im Territorium des Rosenthaler Rudels im Kreis Bautzen mehrere Übergriffe von Wölfen auf Schafe. Das Wolfsmanagement in Sachsen appelliert an Schaf- und Ziegenhalter, ihre Tiere zu schützen. sob

Eine eingezäunte Ziege und ein Schaf haben Wölfe in der Nacht zu Montag in Rachlau (Landkreis Bautzen) gerissen. Um einen Einzelfall handelt es sich schon seit einigen Monaten nicht mehr. Insgesamt hat es seit Juli 23 Übergriffe von Wölfen im Landkreis Bautzen gegeben. Dort liegt das Territorium des Rosenthaler Rudels. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei diesen um fünf bis zu zehn Wölfe handelt. "Die Schäden konzentrieren sich auf dieses Rudel", sagt Jana Endel vom Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz". Denn im gesamten Freistaat wurden in diesem Jahr bisher insgesamt über 50 Wolfsrisse registriert. Aktuell sind zehn Rudel und ein sesshafter Wolf bestätigt. In vielen Fällen wären die Übergriffe jedoch vermeidbar gewesen. Oftmals wurden Schafe im Kreis Bautzen gerissen, die laut Kontaktbüro nicht ausreichend geschützt waren. "In einigen Fällen wird aber auch davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben", erklärt Jana Endel weiter. Deshalb appellieren die Wolfsschützer an die Tierhalter, ihre Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

In Brandenburg wurden dieses Jahr mehr als 80 Wolfsrisse registriert. Dabei haben die Wölfe in mehr als 60 Fällen Jagd auf Schafe gemacht - zuletzt im Kreis Oberspreewald-Lausitz.

Lokales Seite 13