Der Kauf des Baugeländes in Zwickau ziehe sich seit einem halben Jahr hin, berichtete die Zeitung am Wochenende. Das Areal sei in unterschiedlicher Hand und teils langfristig verpachtet. Die für 2017 angekündigte Eröffnung der Justizvollzugsanstalt stehe inzwischen auf wackligen Füßen, hieß es. Ein Sprecher des Finanzministeriums in Dresden sprach in der Zeitung von "intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten". Von der sächsischen Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

"Wir haben mit Sachsen den Bau einer gemeinsamen neuen Justizvollzugsanstalt vereinbart. Und wenn es dabei Probleme geben sollte, müssen sie partnerschaftlich gelöst werden", so Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger (SPD). Nach Informationen aus Regierungskreisen soll es im August ein Treffen von Vertretern der beiden Länder geben. Neben den Justizministern sollen daran auch die Finanzminister beteiligt sein.

Das Gefängnis soll 740 Haftplätze haben und in die Jahre gekommene Anstalten ersetzen - in Thüringen sind das Gefängnisse in Gera und Hohenleuben. Die Baukosten werden mit 112 Millionen Euro beziffert.