Vereinschef Thomas Pommert sagte gestern, die Debatte in den vergangenen Wochen und Monaten habe gezeigt, dass Meinungen bei der Staatsregierung offenbar nur dann ernst genommen werden, wenn sie über einen Verein artikuliert werden. Am Mittwoch hatten sich seinen Angabe zufolge 21 Leipziger zu dem Verein zusammengefunden. „Wir sind ganz klar gegen einen Wiederaufbau der Paulinerkirche“, erklärte Pommert.
Stattdessen wolle man sich für eine Lösung stark machen, die die Anforderungen der Hochschule und ein angemessenes Erinnern vereine. „Wir wollen Neues und Altes verbinden“ sagte er. Ein Kirchenneubau auf dem Uni-Gelände am Augustplatz würde spätestens nach zwei Generationen nicht mehr an die Barbarei der Sprengung erinnern, sondern wäre eine Kirche unter vielen.
Unterdessen rückt der Paulinerverein offenbar von seiner bisherigen Forderung nach einem möglichst originalgetreuen Wiederaufbau des Gotteshauses ab. Die Sprecherin der Bürgerinitiative, Jutta Schrödl, sagte, die Kirche könne in jeder erdenkbaren Form wieder errichtet werden. (ddp/bra)