"Es ist aber auch klar, dass die derzeitige Förderpraxis ähnlicher Projekte in Brandenburg insgesamt neu bewertet werden muss."

Der Landesrechnungshof hatte dem Agrarministerium vorgeworfen, bei der Fördermittelvergabe für Pro Agro gegen EU-Förderrichtlinien verstoßen zu haben. Statt der Förderung von klar definierten Projekten sei Pro Agro als Institution gefördert worden.

Keller reichte zudem eine Anfrage an die EU-Kommission ein. Sie erkundigte sich, welche Formen der Regionalvermarktung im ländlichen Raum es im übrigen Europa gibt und ob auch andernorts beihilferechtliche Verfahren eingeleitet wurden. Zudem will sie wissen, "wie und mit welchen Mitteln die Kommission sicherstellt, dass Gelder aus den Strukturfonds nicht für institutionelle Förderungen zweckentfremdet werden".