Ungeachtet islamistischer Terrordrohungen will die Pegida-Bewegung in Dresden weiter demonstrieren und kommende Woche wieder auf die Straße gehen. "Das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit wollen wir uns nicht nehmen lassen", sagte die Mitbegründerin der islamkritischen Bewegung, Kathrin Oertel, auf einer Pressekonferenz in Dresden. Man habe sich aus Verantwortung für die Teilnehmer zwar entschlossen, die Kundgebung am Montagabend abzusagen. "Das bedeutet nicht, dass wir uns mundtot machen lassen", so Oertel.

Mit Hochdruck werde an einem Sicherheitskonzept gearbeitet, sagte Pegida-Chef Lutz Bachmann. Zudem erklärte er, dass man nicht ewig demonstrieren könne. Die Politiker müssten ihre Arbeit machen. Obwohl man die Berichte über Pegida nach wie vor kritisch sehe, wolle man nun auf die Medien zugehen. "Diese Pressekonferenz soll ein Anfang für jedweden Dialog sein", sagte Oertel. In den nächsten Tagen werde es zudem Gespräche mit Vertretern aus der Politik geben. "Wir wollen keine Revolution. Wir wollen ein anderes Verhältnis zwischen Politik und Volk."

Bundes kanzlerin Angela Merkel will eine Beschädigung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wegen Terrordrohungen nicht hinnehmen und notfalls Hilfe des Bundes mobilisieren. "Falls der Bund hilfreich sein kann, um solche Demonstrationen abzusichern, werden wir - wenn wir gebeten würden (. . .) - natürlich dafür Sorge tragen", sagte Merkel. "Ich habe als Bundeskanzlerin, unbeschadet ob mir die Inhalte gefallen, ein Interesse daran, dass an jedem Ort in Deutschland demonstriert werden kann, weil es sich um ein Grundrecht handelt." Demonstrationsfreiheit sei ein hohes Gut . ausführlich Seiten 2 & 4