Im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus ist am Dienstag das 29. Filmfestival in Anwesenheit des Schirmherrn der Ausgabe, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), eröffnet worden. „Das Ende des Kalten Kriegs war zugleich der Anfang für das Filmfestival Cottbus“, erklärte Olaf Scholz. „Seit 1991 hat es sich zu einem der weltweit führenden Festivals des osteuropäischen Films entwickelt.“

Bildergalerie Eröffnung des 29. Festivals des Osteuropäischen Films

„Der auf Zypern spielende Film steht spiegelbildlich für den 30. Jahrestag des Mauerfalls: Während wir uns seit drei Jahrzehnten über den Fall des Eisernen Vorhangs freuen können, ist die Insel im östlichen Mittelmeer seit 1974 durch eine schwer bewachte Grenze geteilt“, erklärt Festival-Programmdirektor Bernd Buder. „Gleichzeitig versinnbildlicht der von Griechenland, Zypern und Deutschland koproduzierte Film die Erweiterung des Territoriums des Filmfestivals Cottbus, das ab diesem Jahr auch Arbeiten aus Finnland, der Türkei und Griechenland zeigt“, so Buder weiter. „Zu diesem gedanklich weiter gefassten Osteuropa passt ‚Smuggling Hendrix’, der an der Trennline zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil Zyperns und damit auch zwischen Europäischer Union und Nicht-EU spielt.“

Das 29. Filmfestival zeigt bis zum 10. November in vier Wettbewerben und elf weiteren Sektionen rund 200 Filme. Sie konkurrien um ein Preisgeld von etwa 75 000 Euro und die begehrte Preisskulptur Lubina (sorbisch: die Liebreizende). Im Hauptwettbewerb Spielfilm gehen zwölf, im Kurzspielfilmwettbewerb zehn Produktionen an den Start.

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Mehr als 20 000 Zuschauer haben im Jahr 2018 das Festival des osteuropäischen Films in Cottbus besucht.