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| 02:40 Uhr

Potsdamer Stadtverordnete verschieben "Mercure"-Abstimmung

Frisch herausgeputzt zeigt sich der historische Alte Markt der Landeshauptstadt mit Stadtschloss (M.) und Nikolaikirche. Das Hotel Mercure (l.) stört aus Sicht der Potsdamer Stadtspitze.
Frisch herausgeputzt zeigt sich der historische Alte Markt der Landeshauptstadt mit Stadtschloss (M.) und Nikolaikirche. Das Hotel Mercure (l.) stört aus Sicht der Potsdamer Stadtspitze. FOTO: dpa
Potsdam. Die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung hat die Abstimmung über den von der Stadtspitze geplanten Abriss des umstrittenen Hotels "Mercure" in der Innenstadt vertagt. Der Antrag, anstelle des 60 Meter hohen ehemaligen DDR-Interhotels den Lustgarten der preußischen Könige als "Wiese des Volkes" wieder zu errichten, soll zunächst in den Ausschüssen debattiert werden. dpa/uf

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) plädiert seit Jahren für den Abriss des Hotels, das er als städtebaulichen Schandfleck ansieht. Dagegen gibt es großen Widerstand bei Potsdamer Bürgern. Die Linke fordert daher eine Bürgerbefragung, bevor über die Pläne entschieden wird.

Mit ihrem Antrag will die Stadt erreichen, dass dem Hotel Sanierungen an und in dem Gebäude untersagt werden könnten. Mittelfristig will die Stadt dann den Plattenbau mit 17 Stockwerken kaufen und abreißen. Sogar der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hatte sich in die Debatte eingeschaltet und erklärt, mit dem Abriss sollten "gute Erinnerungen an die DDR-Zeit ausgemerzt" werden.