Der Landtag beschloss am gestrigen Donnerstag mit breiter Mehrheit diese Änderung des Kommunalwahl- und des Landesbeamtengesetzes. "Wir wollen damit keine jungen Landräte per Gesetz machen", sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). "Wir gehen davon aus, dass die Wähler selbst entscheiden können, ob sie einen jungen Kandidaten für geeignet halten oder nicht."

Bislang galt ein Mindestalter von 25 Jahren für die Kandidatur zum hauptamtlichen Bürgermeister oder Landrat und ein Höchstalter von 62 Jahren für die dann folgende achtjährige Amtszeit. Dies sei mit Blick auf die Reife der 18- bis 24-Jährigen und die höhere Lebenserwartung nicht mehr sachgerecht, heißt es in der Begründung zu dem Gesetz.

Die AfD und die Gruppe BVB/Freie Wähler stimmten gegen die Änderung. Die Abgeordnete Iris Schülzke (BVB/FW) kritisierte vor allem die Amtszeit über das 70. Lebensjahr hinaus.