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Es habe damals eine sehr offensive Auseinandersetzung innerhalb der Partei um programmatische Forderungen zu sexuellen Handlungen mit Kindern gegeben, betonte der Grünenpolitiker. Das Ganze seien aber "Geschichten aus der Ur-Grünenzeit in Westdeutschland", so Vogel. In Brandenburg habe dies nie eine Rolle gespielt. Die beiden Politologen Franz Walter und Stefan Klecha hatten nur wenige Tage vor der Wahl in einem Beitrag für die Berliner "Tageszeitung" ("taz") geschrieben, dass Spitzenkandidat Jürgen Trittin 1981 für ein Kommunalwahlprogramm verantwortlich zeichnete, in dem Straffreiheit für gewaltfreie sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern gefordert wurde.

Der grüne Spitzenkandidat Trittin entschuldigte sich unterdessen erneut. "Wir Grünen, mich eingeschlossen mit der Verantwortung, haben in den frühen 80er-Jahren eine Position vertreten zur Pädophilie, die muss allen Missbrauchsopfern als Hohn erscheinen. Und das ist ein Fehler gewesen", sagte Trittin am Dienstag in Augsburg bei der Abschlusskundgebung der bayerischen Grünen zur Bundestagswahl.

SPD-Chef Sigmar Gabriel nahm Trittin in der Pädophilie-Debatte in Schutz. "Ich habe großen Respekt davor, wie die Grünen jetzt mit ihrer eigenen Vergangenheit umgehen", sagte Gabriel am Dienstag.