Über das Gremium würden die Aktivitäten gebündelt, die die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl erhöhten.

Gefördert wurden zehn Projekte zu Extremismus und Willkommenskultur mit insgesamt 138 000 Euro. Neun Vorhaben gegen Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen bekamen insgesamt 71 000 Euro. Sieben weitere Projekte zu Opferschutz und -hilfe erhielten zusammen 93 000 Euro.

Jeweils im Dezember vergibt das Land zudem den Landespräventionspreis. Zu den drei Preisträgern gehörte im vergangenen Jahr der Fünftklässler Konrad Egg aus Oberkrämer (Oberhavel), der mit seiner Initiative "Mein Bild gehört mir!" Eltern davor warnt, ohne Weiteres Bilder ihrer Kinder ins Netz zu stellen. Kinder würden dies möglicherweise gar nicht mögen, sagte Schröter. Dafür werde nun mit Broschüren in Kindertagesstätten und Grundschulen sensibilisiert.

Die Arbeiterwohlfahrt Brandenburg-Süd erhielt den Preis für ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen zu privaten Daten und möglichen Straftaten im Internet. Eine siebte Klasse der Spreeschule Cottbus wurde für eine Kampagne gegen Mobbing geehrt.

Zu den geförderten Präventionsprojekten gehörte auch die dritte Auflage einer "Reichsbürger"-Broschüre, die den Staat nicht anerkennen und sich oft staatlichen Maßnahmen widersetzen. Brandenburg sei in diesem Themenbereich im Bundesvergleich ziemlich führend, sagte Schröter. Auch ein Handbuch zu Opferschutz und Opferhilfe des Weißen Rings bekam Unterstützung.

Die Ausschreibung für den diesjährigen Landespräventionspreis dreht sich um sogenannte Sicherheitspartnerschaften. Dabei helfen Bürger der Polizei - ohne allerdings hoheitliche Rechte zu haben. Sie sind keine Hilfspolizisten und dürfen keine Waffen tragen.