Neben den seit Dienstag streikenden Zustellern im Berliner Brief- und Paketdienst sollen dann auch Zusteller in Teilen Brandenburgs zur Arbeitsniederlegung aufgerufen werden.

Bereits seit Montagnachmittag streiken Mitarbeiter in den fünf Briefbearbeitungszentren in Berlin-Tempelhof, Schönefeld, Stahnsdorf, Hennigsdorf und Cottbus. Die Auswirkungen auf die Zustellung sind dabei unterschiedlich, weil die Post Aushilfskräfte und Beamte einsetzt. Ein kleinerer Teil der Sendungen wurde am Dienstag verspätet zugestellt.

In dem Tarifkonflikt geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 140 000 Beschäftigten. Vor allem wird über die schlechtere Bezahlung bei 49 neu gegründeten regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung gestritten. Die dort angestellten rund 6000 Paketboten werden nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt, sondern erhalten die oft niedrigeren Löhne der Logistikbranche. Verdi will erreichen, dass sie tariflich unter das Dach der Post zurückkehren.