Doch bei näherem Hinsehen zeigt es sich, dass das auf dem Titelblatt rot gefärbte Wörtchen „Macht“ auch noch für etwas Anderes stehen könnte. Denn während der Text über das Projekt der Grünen in Falkensee eine wichtige Initiative an der politischen Basis vorstellt, liest sich das Heft einige Seiten weiter schon ganz anders. „Die Linke in Brandenburg: Geschlechtergerechtigkeit gibt es nicht auf dem silbernen Tablett“ ist ein Text der frauenpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion, Diana Bader, überschrieben. Der Inhalt besteht im Wesentlichen aus einer Lobhudelei des eigenen Parteiprogramms.

Was zumindest etwas merkwürdig wirkt. Denn angesiedelt ist die Gleichstellungsbeauftragte nun einmal im Potsdamer Sozialministerium, das von der linken Landeschefin Diana Golze geleitet wird. Dass dann da ein solcher Text in einer steuerfinanzierten Broschüre eines Ministeriums erscheint, sorgt zumindest mal für Stirnrunzeln. Und vielleicht könnte man dazu sogar sagen: Das wirkt doch irgendwie etwas „links“.